WM-Spieltag 3: Yeltsin meets Washington

Bei dieser WM werden es sich wieder zahlreiche Staatschefs nicht nehmen lassen, ihre Nationalteams vor Ort zu unterstützen. Doch in diesem Jahr sind nicht nur auf der Tribüne Staatschefs anzutreffen, sondern sogar auf dem Spielberichtsbogen. Zumindest dem Namen nach.

Von einem russischen …
Auf dem Papier gilt Costa Rica in der Hammergruppe mit Italien, England und Uruguay als aussichtsloser Kandidat auf ein Weiterkommen. Daran dürfe auch ein junger 22-jähriger Mittelfeldakteur nichts ändern, der auf den schönen Namen Yeltsin Antonio Tejeda Valverde hört. Die Eltern des Spielers von Deportivo Saprissa haben ihn doch tatsächlich nach dem einstigen russischen Staatspräsidenten Boris Jelzin benannt.

Ich trage einen großen Namen: Yeltsin Tejeda!

Ich trage einen großen Namen: Yeltsin Tejeda! (Quelle: Kickschuh-Blog)

… über US-amerikanische Präsidenten …
Sie traten damit in die Fußstapfen portugiesischer Eltern, die sieben Jahre zuvor ihren Sohn nach dem damals amtierenden US-amerikanischen Präsidenten Ronald Reagan benannten: Cristiano Ronaldo dos Santos Aveiro. Somit dürfte auch geklärt sein, warum sich der amtierende Weltfußballer bei seinen Freistößen wie ein Westernheld inszeniert. Reagan errang schließlich vor seiner Politikerkarriere als Schauspieler in eben solchen Filmen Bekanntheit. Auch bei der Namensgebung des Trainers von Uruguay ist man versucht an die Inspiration durch einen bekannten US-amerikanischen Präsidenten zu glauben: Óscar Wáshington Tabárez Sclavo. So trifft heute Abend in Fortaleza gewissermaßen Costa Rica mit Russlands erstem Präsidenten auf Uruguay mit dem Gründungspräsidenten der USA.

… zu einem britischen Premier?
Sollte übrigens das Kosovo einmal Aufnahme in die internationale Fußballfamilie finden und sich sogar noch für eine WM-Endrunde qualifizieren, dann könnten durchaus weitere Fußballer auflaufen, deren Vornamen von einem Regierungschef entlehnt sind. Dank des britischen Engagements für das Kosovo im Zuge der Loslösung von Serbien, haben mehrere Eltern ihre Söhne doch tatsächlich nach dem damals amtierenden britischen Premier Tony Blair benannt. Dieser traf laut einer BBC-Meldung vom 9. Juli 2010 bei einer Visite in Pristina auf neun Jungen, die den Namen Toni oder gar Tonibler tragen!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s