Kuriose EURO 2016: AC Milan und Al-Gharafa Doha gleichauf

EURO 2016 - Kader nach LigenzugehörigkeitWer kennt Mattia de Sciglio und Juraj Kucka? Nun, Fans des AC Milan bestimmt. Der 23-jährige italienische Verteider und der 29-jährige slowakische Mittelfeldakteur spielen beide beim italienischen Renommierklub und nehmen beide an der nun beginnenden EURO teil. Das war es aber auch schon. Das ehedem große Milan entsendet gerade einmal zwei Spieler zum kontinentalen Kräftemessen! Genauso viele wie der katarische Wüstenklub Al-Gharafa Doha mit Kuckas Nationalelfkollegen Vladimir Weiss und Ungarns Krisztian Nemeth. Grund genug einmal genauer auf einige Kuriositäten rund um die 24 Kader bei der EURO 2016 einzugehen: Weiterlesen

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You’ve come a long way, Cymru!

Ausschnitt eines walisischen Kfz-Kennzeichens (Quelle: kickschuh.wordpress.com)Wer kennt Ivor Allchurch? Nun, außerhalb von Großbritannien vermutlich nicht allzu viele Zeitgenossen. Der Stürmer war einer der Angreifer, die Wales‘ finest hour im Fußball maßgeblich mitgeprägt haben. Das war 1958, als die britische Nation erst- und zugleich letztmals bei einem internationalen Turnier vertreten war; der WM in Schweden. Am morgigen Sonntag können Allchurchs fußballerische Ur-Ur-Ur-Ur-Enkel die lange Zeit des Wartens beenden und Wales erstmals auf direktem Weg zu einer Endrunde schießen. Es wäre das Ende eines 58-jährigen Anrennens und dabei würde sich zugleich ein Kreis schließen:
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Merkel, Schmidtgal & Co.: Nationalelfkarrieren in Osteuropa

Von Kickschuh-Gastspieler Maximilian (Blog: https://internationalassociationfootball.wordpress.com/)

Eine große Karriere war ihm vorausgesagt worden. Kein Wunder, wenn man mit 16 zum AC Mailand wechselt und mit 18 sein Debüt in der Champions League feiert. Jetzt sitzt Alexander Merkel bei den Grasshoppers Zürich zumeist auf der Tribüne. Und statt mit der DFB-Elf international um Titel zu kämpfen, steht der Mittelfeldmann vor dem Debüt für die Nationalelf Kasachstans. Der Kickschuh-Blog wirft einen Blick auf ihn und andere deutsche Spieler, die für andere osteuropäische Nationenen spielen – oder spielen könnten. Weiterlesen

„Die WM war vier Wochen Ausnahmezustand“

Matthias Hangst (Quelle: www.matthiashangst.com)

Matthias Hangst (Quelle: http://www.matthiashangst.com)

Er hat das aktuelle Sportfoto des Jahres geschossen. Er hat im Sommer in Brasilien sein sechstes großes Fußballturnier fotografiert. Er ist einer von nur acht festangestellten deutschen Sportfotografen bei Getty Images. Sein Rekord liegt bei rund 150 abgelichteten Fußballspielen und 80.000 zurückgelegten Kilometern im Jahr. Der Karlsruher Matthias Hangst (36) hat viel zu erzählen.

Matthias, wie viel Prozent Deiner Tätigkeit entfallen auf die Fußballfotografie?
Matthias: So um die 80 Prozent sind es bestimmt.

Wie lautet Deine klassische Aufgabe bei einem Fußballspiel?
Matthias:
Da gibt es mehrere. Zum einen natürlich das Spiel als klassischer Sportfotograf zu dokumentieren. Dann Emotionen einzufangen: Jubel, Tore, Enttäuschungen. Bei einer Partie Spielszenen vor bestimmten Werbebanden zu fotografieren gehört ebenfalls dazu. Und manchmal geht es schlicht darum, meine eigene Bildsprache zur Geltung zu bringen.

Muss man eigentlich ein Fan sein, um Sportfotograf zu werden?
Matthias:
Ich bin kein Fußballfan, obwohl ich mittlerweile mehr Spiele gesehen haben dürfte, als so mancher Berater. Wer seinen Job richtig gut machen will, der darf bei der Arbeit kein Fan sein. Ein Sportfotograf sollte aber eine Grundbegeisterung für den sportlichen Wettkampf mitbringen. Es macht den Job zudem unglaublich viel leichter, wenn man selbst Sport auf einem gewissen Niveau betrieben hat. Ich bin früher bei Deutschen Jugendmeisterschaften im Mittelstreckenlauf angetreten und habe bis zur Oberliga Handball gespielt. Diese Erfahrung hilft mir beim Fotografieren.

Du fotografierst international. Gibt es Städte oder Länder, in denen Du gerne arbeitest?
Matthias:
Ich finde den englischen Fußball und englische Stadien attraktiv und begeisternd. Es gibt dort viele Vereine, die noch über einen Tick mehr Fußballkultur verfügen, als beispielsweise in Deutschland. Weiterlesen

Einwurf: Bedingt schlagkräftig

Die deutsche Fußballnationalmannschaft darf sich vor dem abschließenden Testspiel gegen Spanien seit 128 Tagen Weltmeister nennen. Das DFB-Team hat die Rolle als weltbestes Team aber noch nicht so recht angenommen. Sämtliche Länderspiele verliefen seither mehr oder minder unbefriedigend. Da machte der 4:0-Sieg gegen Gibraltars Noname-Kicker keine Ausnahme. Was muss sich das deutsche Team ankreiden lassen und was darf als Entschuldigung gelten? Weiterlesen

Tschechien vs. Island: Das unerwartete Spitzenspiel

Von Kickschuh-Gastspieler Maximilian (twitter-Account: Soccerinternational, @HubertMaRo)

Die Aufstockung der UEFA EURO 2016 auf 24 Teams hat für viel Wirbel gesorgt. Viel zu einfach sei die Qualifikation für die „großen“ Nationen, das Turnier am Ende gar „verwässert“. Die Qualifikationsgruppe A führt diese Behauptungen derzeit ad absurdum: Weder der WM-Dritte Niederlande noch die Türkei dominieren die Gruppe, sondern Island und die Tschechische Republik. Am 16. November treffen beide in Plzeň aufeinander. Weiterlesen

Gibraltar: Neuling ohne Minderwertigkeitskomplex

Wenn es nach dem Willen der Spanier gegangen wäre, dann würde die DFB-Elf am Freitag vielleicht auf San Marino, Andorra oder Liechtenstein treffen, mit Sicherheit aber nicht auf Gibraltar. 16 Jahre lang hatte es der spanische Fußballverband verstanden, die britische Kolonie aus der UEFA herauszuhalten. Doch Gibraltars Fußballer ließen nicht locker und drehten dem großen Nachbarn eine lange Nase. Weiterlesen

Schottlands Fußball: Weder Fisch noch Fleisch

Schottische-Flagge_CIMG1565_500px (Quelle: Kickschuh-Blog)Schottland heißt der erste Pflichtspielgegner der deutschen Nationalmannschaft nach der großen WM-Sause. Die guten Zeiten des schottischen Fußballs liegen schon einige Schaltjahre zurück. Spätestens seit Berti Vogts 2004 als Nationaltrainer der Briten demissionierte, sind die Bravehearts hierzulande aus dem Fokus geraten. Grund genug für eine Annäherung in elf Schritten: Weiterlesen