EURO 2012: Save the best for last

Noch Fragen? Spanien hat eindrucksvoll demonstriert, wer den Umgang mit dem Ball am besten beherrscht. Die bis dahin so gefällige italienische Mannschaft wurde beim 4:0 im Endspiel der EURO phasenweise vorgeführt. Das Turnier hat einen würdigen und hoch verdienten Sieger. Aber auch die Squadra Azzurra hatte ihren Anteil daran, dass das gestrige Finale eines der besten Endspiele seit langer, langer Zeit war. Zeit für ein abschließendes Zahlenspiel rund um die EURO:

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Spanien vs. Italien: Silvalotelli

Mit Spanien und Italien bestreiten heute zwei Schwergewichte des Weltfußballs das Endspiel der Europameisterschaft. Beide Auswahlen vertrauen überwiegend auf Spieler aus den heimischen Ligen. Juventus Turin auf italienischer und der FC Barcelona auf spanischer Seite stellen mit jeweils sieben Spielern den Löwenanteil ihrer Teams. Ein Spanier und ein Italiener kennen sich hingegen sehr gut, denn beide verdienen ihr Geld beim aktuellen englischen Meister Manchester City: Mario Balotelli und David Silva.

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Deutschland vs. Italien: Die „italienische“ EURO

Eine Entscheidung im walisischen Cardiff versetzte am 18. April 2007 den italienischen Fußball in eine Art Schockstarre. Schuld daran waren die Delegierten des UEFA-Kongresses, die über die Vergabe der Europameisterschaft im Jahr 2012 zu entscheiden hatten. Italien galt als favorisiert, doch UEFA-Präsident Michel Platini zog die Karte mit den Namen „Poland & Ukraine“ aus dem Briefumschlag. Die Italiener verloren also die sicher geglaubte Europameisterschaft an zwei osteuropäischen Außenseiter. Seit nunmehr drei Wochen findet die EURO dort statt und nähert sich mit dem zweiten Halbfinale ihrem Ende. In diesem trifft heute Abend Deutschland ausgerechnet auf Italien.

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Portugal vs. Spanien: Jetzt geht’s um die goldene Kugel

Portugal gegen Spanien lautet heute Abend das ewig junge Nachbarschaftsduell im Halbfinale der EURO. Die Bilanz spricht mit 15 zu 7 Siegen deutlich für Spanien. Auch das letzte wichtige Aufeinandertreffen entschieden die Spanier bei der WM in Südafrika für sich. Die Dominanz war seinerzeit größer als es der 1:0-Endstand aussagt. Cristiano Ronaldo würde heute Abend liebend gerne den Spieß umdrehen. Ein Sieg mit seinen Portugiesen würde ihn dann auch dem Ballon d’Or näherbringen, dem Goldenen Ball für den Weltfußballer des Jahres.

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England vs. Italien: Der unscheinbare Rekordmann

Dieser Tage huschte die Meldung durch die Medien, England habe seit dem Spiel gegen die Ukraine einen neuen Rekordspieler. Demnach habe niemand mehr Partien bei Welt- und Europameisterschaften für die „Three Lions“ absolviert als eben jener Kicker. Der Name war für mich dann eine echte Überraschung. Nicht David Beckham, nicht Peter Shilton, nein, Ashley Cole laute nunmehr der Dauerbrenner der Engländer! 

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Spanien vs. Frankreich: Einer fehlt

Höchstwahrscheinlich hätte er heute in der Innenverteidigung gespielt. Höchstwahrscheinlich hätte er die meisten Gegenspieler beim Handshake innig begrüßt. Höchstwahrscheinlich hätte dies eines seiner letzten großen Spiele mit der Nationalelf sein können. Alleine … es sollte nicht sein. Im März 2011 entdeckten Ärzte einen Tumor in Eric Abidals Leber. Von der unmittelbar folgenden Operation erholte sich der Franzose erstaunlich schnell und holte nur zwei Monate später mit dem FC Barcelona die Champions League. In diesem März verschlechterte sich sein Gesundheitszustand erneut, so dass ihm Mitte April eine Spenderleber transplantiert wurde.

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Deutschland vs. Griechenland: Papas ante portas

Im Grunde kann kein Beitrag über die griechische Nationalmannschaft ohne Otto Rehhagel auskommen. Er ist und bleibt der Erfolgscoach der Hellenen, mit dem Höhepunkt des EM-Titels 2004. Bei seinen Erfolgen vertraute er gerne erfahrenen Spielern, wie dem George Clooney der Torhüter-Gilde Antonios Nikopolidis oder den Routiniers Theodoros Zagorakis und Angelos Basinas. Gegen Ende seiner Amtszeit waren Georogios Karagounis und Konstantios Katsouranis seine verlängerten Arme auf dem Spielfeld. In der Defensive bestimmten Spieler wie Sotirios Kyrgiakos und der „Koloss von Rhodos“, Traianos Dellas, das Geschehen. Was dabei gerne übersehen wird, Rehhagel baute zuletzt auch junge Spieler in sein Team ein.

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Tschechien vs. Portugal: 1996 reloaded

1996 kam der Fußball nach Hause. Die Europameisterschaft gastierte in England und gebar einige Helden. Einer von ihnen war Karel Poborsky, langmähniger Mittelfeldakteur von Slavia PragEr führte seine Tschechen gegen die portugiesische Elf mit einem wahnwitzigen Lob ins Halbfinale. Fast genau auf den Tag 16 Jahre später stehen sich die beiden Nationalteams erneut bei einer EURO in der Runde der letzten Acht gegenüber.

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England vs. Ukraine: Das verrückte Jahr des Andriy Pyatov

Die Nationalelf der Ukraine sorgte im Vorfeld der EURO für kuriose Schlagzeilen. Im Monatsrhythmus kam dem Team ein Torhüter nach dem anderen abhanden. Alle Keeper, die Nationalcoach Oleh Blokhin in den acht Länderspielen zwischen August 2011 und Ende Februar 2012 eingesetzt hatte, standen ihm nicht mehr zur Verfügung. Zunächst war da Oleksandr Rybka, der Ende Januar aufgrund eines Dopingvergehens gesperrt wurde. Dann erlitt Andrey Dikan im März bei einem Spiel seines Vereins Spartak Moskau schwere Gesichtsverletzungen und schließlich musste Routinier Oleksandr Shovkovski im April mit einer Schulterverletzung passen. So war überall zu lesen, dass mit Andriy Pyatov nur die Nummer 4 das Tor der Ukraine hüten würde. Doch Pyatov ist alles andere als eine Notlösung.

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Italien vs. Irland: Zweiter Klasse zur EURO

Alle Tifosi fiebern dem letzten Vorrunden-Spiel ihrer Elf am heutigen Abend entgegen. Dabei schwingt oftmals ein gewisses Unbehagen mit. Zum einen fürchten sie, dass Kroatien und Spanien 2:2 spielen, womit Italien selbst bei einem eigenen Sieg aufgrund der direkten Vergleiche ausgeschieden wäre. Zum anderen blicken sie argwöhnisch auf ihren eigenen Gegner: Irland. Eigentlich sollten die Iren nach den bisher gezeigten Leistungen die Squadra Azzurra vor keine großen Probleme stellen, doch da gibt es noch Giovanni Trapattoni auf der Bank der Iren und vor dem hat ganz Italien einen Heidenrespekt. Seine Landsleute trauen dem alten Trainerfuchs zu, den Iren eine Marschroute mit auf den Weg zu geben, die sein Heimatland straucheln lässt. Realistisch betrachtet ein überzogener Respekt. Trapattoni mag zwar über reichlich Erfahrung und Wissen verfügen, sein Team präsentierte sich allerdings bei diesem Turnier als zu blauäugig und ehrfurchtsvoll. Kein Wunder bei einem Aufgebot, das mehrere Spieler umfasst, die in ihren Vereinen keine Leistungsträger sind oder die sogar nur zweitklassig spielen.

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